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Conrad-Electronic-DSL-Router ZIO INB5040SR V
ZIO INB5040SR V | Anleitung

Unter Linux (IPv6-fähig) kommt es beim nur? IPv4-fähigen DSL-Router ZIO INB5040SR V dazu, dass der erste Aufruf einer Internetadresse sehr lange dauert, danach geht innerhalb der gleichen Domäne alles recht schnell. Das Problem sind nicht etwa falsche Router-Einstellungen (z. B. MTU-Wert etc.), sondern das router-seitige Nichtzurechtkommen mit IPv6-Anfragen! Die DNS-Auflösung (Namensauflösung: www.Beispiel.de > IP-Adresse) braucht daher sehr lange. Vor allem die Tatsache, dass zuerst der DSL-Router als Nameserver bzw. DNS-Anfragen-Weiterleiter „missbraucht“ wird muss also geändert werden! Bei zu vielen DNS-Anfragen hängt sich der Router teilw. sogar auf.

1. Die Lösung:
Als root (su; sudo; sudo su; kdesu) den Inhalt der Datei /etc/resolvconf/resolv.conf.d/head (bzw. /etc/resolv.conf) umändern zu:

Hinweis: Im Beispiel wird zuerst auf einen der Nameserver (DNS-Server) von OpenDNS2, dann (falls einmal nötig) auf einen der Nameserver (DNS-Server) von OpenNIC (...) und danach erst (falls jemals nötig) auf einen der Nameserver (DNS-Server) des jeweiligen Internetdienstanbieters (hier T-Online) zugegriffen; der Router ist als Nameserver auskommentiert > deaktiviert [Router/Anbieter-DNS-Server werden durch resolvconf bei jedem Systemstart neu generiert]!

2. NetworkManager: Der dhclient muss bereits die Adressen übergeben, siehe dazu diese Anleitung (en)!

Was erfolgreich ausprobiert wurde (eine Bitte vorweg: IPv6 nur wenn wirklich nötig deaktivieren):

Was erfolglos ausprobiert wurde:
Das Deaktivieren des resolvconf-Dienstes sowie das bloße Schreibschützen der Datei /etc/resolv.conf hat keinen dauerhaften Effekt!
(funktioniert mit openSUSE 11.1; falls /etc/resolv.conf.netconfig: dortige Kommentare lesen)

Anmerkung zum Router an sich:
Er ist zwar recht kostengünstig, aber ansonsten nicht wirklich empfehlenswert! Bei hoher Belastung (in Hinsicht auf DNS-Anfragen und Protokoll-Aktivitäten, also "gleichzeitige Verbindungen" [bspw. bei BitTorrent]; evtl. Firewall schuld) kann es durchaus einmal vorkommen, dass sich der Router einfach aufhängt (blockiert); dann hilft nur das Ziehen des Stromsteckers! In einem Extremfall hatte der Router bei seinem Absturz sogar die Internet-Zugangsdaten verloren. Manchmal scheint er auch Probleme mit der Internet-Einwahl zu haben; was das ein oder andere Mal aber auch an T-NONline liegen könnte... ;-)